Elektro-Mietwagen laden: Was du bei Ladekarte, Kabel und Rückgabe beachten musst
Beim gemieteten E-Auto stehen in den Mietbedingungen des Vermieters wichtige Regeln zum Laden und zum Ladestand bei der Rückgabe. Hier liest du, was du vor der Fahrt prüfen solltest, wie du bezahlst und worauf du bei Plug & Charge und AutoCharge achtest.

Redaktion: Ladechef · Textstand 05.10.2026
Kurz gesagt
- Kläre vor der Fahrt, wie du mit dem Mietwagen lädst und bezahlst. Ob der Vermieter Lademöglichkeiten anbietet, steht in den Mietbedingungen.
- Nutze das mitgelieferte Ladekabel und gib es bei der Rückgabe wieder ab.
- Mit welchem Ladestand du den Wagen zurückgeben musst, steht in den Mietbedingungen. Der ADAC nennt als Faustregel die 80-80-Regel.
In diesem Ratgeber
Vor der Abfahrt: Kabel, Stecker und Ladekarte klären
In der Regel ist ein Elektro-Mietwagen mit einem Ladekabel ausgestattet. Zubehör wie das Ladekabel liegt im Fahrzeug bereit.
Mietwagen haben meist ein Typ-2-Ladekabel dabei, das du an öffentlichen Ladepunkten nutzen kannst. Verwende nur das mitgelieferte Kabel. Es sollte ein CE-Kennzeichen tragen und darf keine Schäden haben.
Mit einer Typ-2-Buchse bist du an den allermeisten Ladesäulen auf der sicheren Seite. Hat das Auto einen CCS-Anschluss, kannst du damit an CCS-Schnellladesäulen und an normalen Typ-2-Säulen laden.
Ob der Vermieter Lademöglichkeiten anbietet, steht in den Mietbedingungen. Weitere Details zum Laden bekommst du vor Ort an der Station.
Ladeleistung vorher nachsehen
Ein Auto kann die Leistung einer Ladesäule nicht immer voll nutzen. Entscheidend ist, mit welcher Leistung das Fahrzeug höchstens laden kann. Ein Auto mit 7,2 Kilowatt AC-Ladeleistung lädt an einer 11-Kilowatt-Säule nicht schneller, das Laden dauert also länger.
Plane deine Ladestopps vor der Abfahrt. Das ist besonders auf Langstrecken und im Urlaub wichtig.
Das Auto bestimmt, wie schnell es lädt
- Ladesäule11 kW
- Höchste AC-Ladeleistung des Autos7,2 kW
Laden und bezahlen während der Miete
Während der Mietzeit läuft die Abrechnung des Ladestroms in der Regel über eine Ladekarte oder einen Ladeschlüssel. Bezahlt wird meist nach Kilowattstunden, entweder direkt oder über die Mietrechnung.
Nicht jede Ladekarte funktioniert an jeder Ladesäule. Prüfe deshalb vorher, welche Karten an den Ladestationen auf deiner Strecke angenommen werden.
Kann ich den Mietwagen mit meiner eigenen Ladekarte laden?
Für Mietwagen nennt der ADAC Lade-Apps, Ladekarten und Kreditkarte als übliche Wege, das Laden zu bezahlen. Wie das bei deinem Wagen geregelt ist, steht in den Mietbedingungen.
Für einen eigenen Ladetarif registrierst du dich in der Regel vorab beim Anbieter. Danach startest du das Laden per App, SMS, Ladekarte oder Ladeschlüssel. Über Roaming kannst du auch an Säulen anderer Betreiber laden.
Ohne Vertrag geht spontanes Ad-hoc-Laden: Jede Ladesäule, die seit 2018 in Betrieb gegangen ist, muss das ohne vorherige Registrierung ermöglichen. Das ist aber meist teurer als ein Tarif mit Registrierung.
Eigener Ladetarif oder Ad-hoc-Laden
- Mit VertragEigener Ladetarif
- Vorab beim Anbieter registrieren
- Laden per App, SMS, Ladekarte oder Ladeschlüssel starten
- Über Roaming auch an Säulen anderer Betreiber laden
- Ohne VertragAd-hoc-Laden
- Keine vorherige Registrierung nötig
- Muss an jeder Ladesäule gehen, die seit 2018 in Betrieb gegangen ist
- Meist teurer als ein Tarif mit Registrierung
Plug & Charge und AutoCharge beim Mietwagen
Bei Plug & Charge meldet sich das Auto an der Ladesäule selbst an, und der Ladevorgang startet automatisch. Abgerechnet wird über einen Ladevertrag, den du einmal in einem Konto beim Fahrzeughersteller hinterlegt hast.
AutoCharge hat dasselbe Ziel. Die Ladesäule erkennt das Fahrzeug hier an einer vorher registrierten Kennung. AutoCharge funktioniert nicht überall.
Willst du einen Ladevorgang nicht per Plug & Charge bezahlen, musst du Plug & Charge vorher in der App oder im Fahrzeug abschalten. Halte für den Fall, dass Plug & Charge nicht klappt, eine andere Möglichkeit bereit, etwa Ladekarte, App oder Kreditkarte.
Rückgabe: So gehst du vor
- Lies in den Mietbedingungen nach, mit welchem Ladestand du den Wagen übernimmst und mit welchem du ihn zurückgeben musst.
- Rechne mit der 80-80-Regel: Bei der Übergabe ist der Akku zu mindestens 80 Prozent geladen. Gib das Auto mit einer ähnlichen Ladung zurück.
- Lade rechtzeitig vor der Rückgabe, damit der vereinbarte Ladestand erreicht ist.
- Gib alle Schlüssel und das mitgelieferte Ladekabel zurück.
Fachquellen (5)
- ADAC: E-Auto mieten und ausprobieren - die fünf besten Tipps (2024)
- ADAC Autovermietung: Elektroauto mieten (2026)
- ADAC Autovermietung: Häufige Fragen Mietwagen Deutschland (2026)
- Verbraucherzentrale: Elektroauto - worauf Sie beim unterwegs Laden achten sollten (2026)
- ADAC: Plug & Charge - so funktioniert das E-Auto-Laden ohne Karte (2026)
Quellen und redaktionelle Prüfung
Verantwortlich für die Inhalte ist Maik Blume, Ladechef. Wir gleichen Aussagen mit den verlinkten Quellen ab. Auswahlhilfen ordnen deine Antworten ein; sie ersetzen keine individuelle technische Prüfung. Preisangaben stammen aus unserer Tarifdatenbank, ihr Stand ist gesondert angegeben.