Ad-hoc laden: Was kostet Laden ohne Vertrag?
Ad-hoc laden heißt: Du fährst an eine Säule, bezahlst direkt mit Bankkarte, Kreditkarte oder über einen QR-Code und brauchst dafür weder Vertrag noch Ladekarte noch App. Bequem, aber oft nicht der günstigste Weg. Hier steht, was es wirklich kostet.
Aktualisiert am 25.09.2026 · Preise automatisch aus unserer Tarifdatenbank
So funktioniert Ad-hoc-Laden
An der Säule wählst du den Ladepunkt, hältst deine Karte an das Lesegerät oder scannst den QR-Code und bezahlst im Browser. Der Preis muss dir vor dem Start angezeigt werden. Nach dem Laden wird nur die geladene Energie abgerechnet, bei manchen Betreibern kommt ein Zeitpreis dazu.
Was kostet es? Die Zahlen
Wir werten die Ad-hoc-Preise aus, die Betreiber nach der EU-Verordnung AFIR über die nationale Datenplattform Mobilithek melden, dazu die veröffentlichten Preise großer Anbieter.
- Normalladen (AC): 923 Betreiber mit exaktem Preis. Der mittlere Preis (Median) liegt bei 0,52 €/kWh, 80 % der Betreiber verlangen zwischen 0,39 € und 0,68 €.
- Schnellladen (DC): 183 Betreiber, Median 0,66 €/kWh, 80 % zwischen 0,54 € und 0,82 €.
Wichtig: Jeder Betreiber zählt einmal, egal wie viele Säulen er hat. Kostenlose Säulen sind nicht eingerechnet. Die Zahlen zeigen die Bandbreite, nicht den Preis an einer bestimmten Säule.
Ad-hoc-Preise bekannter Betreiber
| Betreiber | AC | DC | Stand |
|---|---|---|---|
| IONITY | - | 0,72 €/kWh | 25.09.2026 |
| Tesla, Inc. | - | 0,31 bis 0,73 €/kWh | 24.09.2026 |
| Aral pulse | 0,59 €/kWh | 0,69 bis 0,79 €/kWh | 25.09.2026 |
| ALDI SÜD | 0,29 €/kWh | 0,44 bis 0,47 €/kWh | 25.09.2026 |
| Mainova AG | 0,64 €/kWh | 0,76 €/kWh | 25.09.2026 |
| N-ERGIE Aktiengesellschaft | 0,52 bis 0,62 €/kWh | 0,52 bis 0,62 €/kWh | 25.09.2026 |
| SWM Versorgungs GmbH | 0,49 €/kWh | 0,69 €/kWh | 24.09.2026 |
| Stadtwerke Düsseldorf AG | 0,48 €/kWh | 0,60 €/kWh | 24.09.2026 |
Alle weiteren Betreiber findest du in der Übersicht aller Ladetarife.
Was schreibt die AFIR vor?
- Alle öffentlich zugänglichen Ladepunkte, die seit dem 13.04.2024 neu errichtet wurden, müssen Ad-hoc-Laden mit einem in der EU weit verbreiteten Zahlungsmittel ermöglichen.
- Ab 50 kW braucht die Säule ein Kartenlesegerät oder ein Gerät für kontaktloses Bezahlen. Darunter reicht ein sicherer Bezahlweg über das Internet, etwa ein QR-Code.
- Ab dem 01.01.2027 müssen auch bestehende Schnelllader ab 50 kW am transeuropäischen Straßennetz (TEN-V) oder auf gesicherten Parkplätzen Kartenzahlung anbieten.
- Der Preis muss vor dem Laden angezeigt werden, in dieser Reihenfolge: Preis pro kWh, Preis pro Minute, Preis pro Ladevorgang, sonstige Bestandteile. Ab 50 kW wird pro kWh abgerechnet.
Quelle: Becker Büttner Held, „Die neuen AFIR-Vorgaben für öffentlich zugängliche Ladepunkte“
Wann lohnt sich Ad-hoc?
Wer selten öffentlich lädt, fährt ad-hoc oft gut: keine Grundgebühr, kein Vertrag. Wer regelmäßig an denselben Netzen lädt, zahlt mit einer passenden Ladekarte meist deutlich weniger. Beispiel IONITY: ohne Abo kosten 40 kWh 28,80 €. Wie du das durchrechnest, steht im Artikel Ladekarte oder ad-hoc.