Kosten & Tarife

Vom Verbrenner zum E-Auto: Wann sich der Umstieg lohnt und wann nicht

Ob sich der Umstieg vom Verbrenner auf ein E-Auto rechnet, hängt von deiner Situation ab. E-Autos sind beim Kauf in der Regel teurer, dafür können Betrieb und Wartung günstiger sein. Wichtige Stellschrauben sind der Strompreis, der Ort, an dem du lädst, und wie viel du fährst.

Kosten & Tarife · Ratgeber · 3 Min. Lesezeit

E-Auto lädt in der Einfahrt eines Wohnhauses an einer Wallbox

Redaktion: Ladechef · Textstand 30.09.2026

Kurz gesagt

  • E-Autos sind beim Kauf in der Regel teurer als vergleichbare Verbrenner. Der Kaufpreis und damit der Wertverlust ist meist der größte Kostenpunkt.
  • Je mehr Kilometer du im Jahr fährst, desto weniger kostet der einzelne Kilometer.
In diesem Ratgeber

Welche Kosten du vergleichen solltest

Ein fairer Vergleich schaut nicht nur auf Tanken oder Laden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt einen Gesamtkostenvergleich. Dazu gehören Anschaffung, Wartung, Reparaturen, Betriebskosten, Versicherung und Wertverlust.

E-Autos sind beim Kauf in der Regel teurer als vergleichbare Verbrenner. Laut ADAC ist der Kaufpreis und damit der Wertverlust meist der größte Kostenpunkt.

In einem ADAC-Vergleich von 2024 waren Verbrenner meist günstiger als Elektroautos mit ähnlicher Ausstattung und Motorleistung. Entscheidend waren dabei der Kaufpreis und das persönliche Ladeprofil.

Was kosten dich 100 Kilometer?

Die Energiekosten für 100 Kilometer ergeben sich aus dem Verbrauch deines Autos und dem Preis, den du für den Strom zahlst.

Der Verbrauch unterscheidet sich stark zwischen den Modellen. Im ADAC-Test lagen die gemessenen Werte zwischen 13,4 und 29,7 kWh pro 100 Kilometer.

Der Bordcomputer zeigt nur den Verbrauch beim Fahren. Die Ladeverluste fehlen dort, du bezahlst sie aber mit. In den ADAC-Testwerten sind sie enthalten.

Wie hoch die Ladeverluste sind, hängt von der Ladeart ab. Laut ADAC lagen sie an der Haushaltssteckdose bei 12,7 bis 24,2 Prozent, an einer 11-kW-Wallbox bei 5,1 bis 7,0 Prozent.

Zuhause mit eigener Wallbox und günstigem Stromtarif zu laden, ist meist deutlich günstiger als Tanken. Lädst du oft an öffentlichen Ladesäulen, zahlst du häufig mehr.

Wann sich der Umstieg eher rechnet

  • Dein Strom ist günstig: In der ADAC-Rechnung mit dem günstigsten Szenario, dem Laden mit Solarstrom, schneidet das E-Auto bei den Gesamtkosten oft besser ab als ein Verbrenner.
  • Du fährst viel: Je mehr Kilometer pro Jahr zusammenkommen, desto weniger kostet der einzelne Kilometer.
  • Das Auto passt zu deinem Fahrprofil: Die Verbraucherzentrale rät, die Batteriegröße nach deinen typischen Strecken zu wählen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Wartung, Kfz-Steuer und Förderung

  • Beim E-Auto fallen manche Arbeiten ganz weg, zum Beispiel Ölwechsel und Zahnriemenwechsel.
  • Seit dem 1. Januar 2026 gibt es eine staatliche Förderung für E-Autos. Sie gilt nur bis zu bestimmten Einkommensgrenzen.

Klima und Umwelt

Laut Umweltbundesamt sind Elektroautos, die 2020 zugelassen wurden, etwa 40 Prozent klimafreundlicher als Pkw mit Benzinmotor.

Die Herstellung der Batterie verursacht zusätzliche Treibhausgase. Die Einsparungen während der Nutzung übersteigen diese laut Umweltbundesamt aber deutlich.

Elektroautos stoßen lokal keine Abgase aus und verringern die Lärmbelastung. Wie hoch die Emissionen bei Herstellung und Betrieb sind, hängt stark von der Größe der Batterie ab.

So rechnest du deinen Umstieg durch

  • Schätze deine jährliche Fahrleistung. Sie wirkt sich direkt auf die Kosten pro Kilometer aus.
  • Kläre, wo du laden wirst: zuhause, gemischt oder nur öffentlich. Davon hängt ab, welchen Strompreis du ansetzen musst.
  • Nimm als Verbrauch einen Testwert, in dem die Ladeverluste enthalten sind, und nicht die Anzeige des Bordcomputers.
  • Rechne aus Verbrauch und Strompreis die Energiekosten für 100 Kilometer aus. Stell sie den Spritkosten deines jetzigen Autos gegenüber.
  • Nimm Kaufpreis, Wertverlust, Versicherung, Wartung und Reparaturen mit in den Vergleich auf.
  • Wähle die Batteriegröße passend zu deinen typischen Strecken.

Fachquellen

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