Kosten & Tarife

THG-Prämie fürs neue E-Auto: So beantragst du die THG-Quote

Als Halter eines reinen E-Autos kannst du einmal pro Jahr Geld über die THG-Quote bekommen. Dafür meldest du dich bei einem Anbieter an und lädst deinen Fahrzeugschein hoch. Der Anbieter reicht deinen Antrag beim Umweltbundesamt ein und zahlt dir den Erlös abzüglich Provision aus.

Kosten & Tarife · Ratgeber · 3 Min. Lesezeit

Neues E-Auto bei der Übergabe im Autohaus

Redaktion: Ladechef · Textstand 29.09.2026

Kurz gesagt

  • Berechtigt ist, wer als Halter eines reinen Batterieelektroautos im Fahrzeugschein steht. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen.
  • Du meldest dich bei einem Anbieter an und lädst eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I hoch. Das musst du jedes Jahr neu machen.
  • Pro Fahrzeug und Jahr wird die THG-Quote nur einmal angerechnet. Die Mitteilung an das Umweltbundesamt muss bis zum 15. November des jeweiligen Jahres erfolgen.
  • Für 2026 nennen Verbraucherzentrale und ADAC Prämien einiger Anbieter von bis zu 300 Euro oder mehr pro Jahr.
In diesem Ratgeber

Was die THG-Quote ist

Die THG-Quote ist eine Treibhausgasminderungsquote. Die 38. BImSchV regelt, wie Strom für reine Batterieelektrofahrzeuge auf diese Quote angerechnet wird.

Für jedes reine E-Auto wird dabei nicht der tatsächlich geladene Strom angerechnet, sondern ein pauschaler Schätzwert. Das zuständige Bundesministerium macht diese Schätzwerte im Bundesanzeiger bekannt.

Das Umweltbundesamt prüft die Anträge und bescheinigt die Mengen. Anbieter verkaufen die Zertifikate an Unternehmen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen. Den Erlös abzüglich Provision bekommst du.

Wer berechtigt ist

  • Berechtigt ist die Person, auf die das reine Batterieelektrofahrzeug zugelassen ist. Als Nachweis dient die Zulassungsbescheinigung Teil I.
  • Dein Name muss als Halter im Fahrzeugschein stehen. Das gilt auch für Leasingfahrzeuge.
  • Nur reine E-Autos (BEV) zählen. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen, weil sie auch mit fossilem Kraftstoff fahren können.
  • Zulassungsfreie Fahrzeuge sind nicht berechtigt.
  • Du musst den Antrag nicht selbst beim Umweltbundesamt stellen. Das darf auch eine von dir bestimmte Person übernehmen, zum Beispiel ein Dienstleister.

Schritt für Schritt zur THG-Prämie

  • Fahrzeugschein bereitlegen: Du brauchst eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I, auf der du als Halter eingetragen bist.
  • Anbieter wählen: Vergleiche die Angebote in Ruhe. Es gibt Festpreise und flexible Prämien, die sich nach der Marktlage richten.
  • AGB prüfen: Achte darauf, ob eine Auszahlungsgarantie drin steht, wie lange der Vertrag läuft und welche Kündigungsfristen gelten.
  • Anmelden und Fahrzeugschein hochladen: Der Anbieter reicht deinen Antrag dann beim Umweltbundesamt ein.
  • Auszahlung abwarten: Manche Anbieter zahlen kurz nach der Anmeldung aus, die meisten erst nach einigen Monaten.
  • Jedes Jahr neu einreichen: Den Fahrzeugschein musst du jährlich neu einreichen, wenn du die Prämie erneut bekommen willst.

Fristen je Kalenderjahr

  • Die Mitteilung für reine Batterieelektrofahrzeuge muss dem Umweltbundesamt bis zum Ablauf des 15. November des jeweiligen Verpflichtungsjahres vorliegen.
  • Die Verbraucherzentrale rät, dich mehrere Wochen vor dem 15. November bei einem Anbieter anzumelden.
  • Die Anrechnung kann pro Fahrzeug und pro Verpflichtungsjahr nur einmal erfolgen.
  • Wechselt der Halter im Laufe des Jahres, kann nur eine Person die Quote für dieses Fahrzeug beantragen: entweder der Vorbesitzer oder der neue Halter.

Wie viel Geld es aktuell gibt

Die Höhe der Prämie ist nicht gesetzlich festgelegt. Sie hängt vom Anbieter und von der Marktlage ab, es gibt Festpreise und flexible Modelle.

Laut Verbraucherzentrale (Stand März 2026) bieten einige Anbieter für 2026 Prämien bis zu 300 Euro pro Jahr an.

Laut ADAC (Juni 2026) werden derzeit Quotenpreise über 300 Euro angeboten, die Preise sind zuletzt deutlich gestiegen.

Manche Anbieter zahlen nur, wenn sie einen Abnehmer finden. In den AGB fehlt oft eine Garantie für die beworbene Summe.

Steuern

Für Privatpersonen ist die THG-Prämie üblicherweise steuerfrei. Sie kann aber steuerpflichtig werden, wenn eine Freigrenze überschritten wird.

Gehört das Auto zum Betriebsvermögen, gelten die allgemeinen steuerlichen Regeln.

Fachquellen

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