THG-Quote-Anbieter vergleichen: Festprämie, Auszahlung und Folgejahre
Für die THG-Quote brauchst du in der Regel einen Dienstleister, der die Quote für dich vermarktet. Es gibt viele Anbieter, und ihre Prämien und Bedingungen unterscheiden sich. Diese Punkte solltest du vor dem Abschluss in den AGB prüfen.

Redaktion: Ladechef · Textstand 29.09.2026
Kurz gesagt
- Bei einer Fixprämie ist ein fester Betrag garantiert. Bei einer Flexprämie hängt dein Erlös vom Verkauf ab und kann steigen oder sinken.
- In den AGB sollte ein klarer Auszahlungszeitpunkt stehen. Eine Klausel, nach der nichts gezahlt wird, wenn der Anbieter keinen Abnehmer findet, sollte fehlen.
- Laut Stiftung Warentest sollte die Laufzeit höchstens ein Jahr betragen und sich der Vertrag nicht automatisch verlängern.
- Bei Verträgen über mehrere Jahre ist die Prämienhöhe, wenn überhaupt, nur für das erste Jahr garantiert.
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So funktioniert der Handel mit der THG-Quote
Die THG-Quote verpflichtet Mineralölkonzerne, ihren CO2-Ausstoß Jahr für Jahr zu senken. Dafür kaufen sie in der Regel Verschmutzungsrechte nach.
Das Umweltbundesamt stellt nur Bescheinigungen aus und zahlt selbst kein Geld aus. Geld gibt es erst über einen Vertrag mit einem Unternehmen, das zur Quote verpflichtet ist.
Dienstleister übernehmen diese Abwicklung. Die Erlöse geben sie in der Regel abzüglich einer Provision an dich weiter.
Es gibt viele Dienstleister mit unterschiedlichen Prämien und Bedingungen. Laut Verbraucherzentrale musst du dich bei der Auswahl nicht beeilen.
Festprämie oder variable Prämie
- Fixprämie: Der Anbieter garantiert dir einen festen Betrag.
- Flexprämie: Du bekommst einen Anteil am Verkaufserlös. Steigende Quotenpreise können zu höheren Erlösen führen, sinkende zu geringeren.
- Eine Flexprämie solltest du laut Stiftung Warentest nur annehmen, wenn ein Mindestbetrag für die Auszahlung garantiert ist.
- Laut ADAC fehlt in den AGB oft eine Garantie, dass die beworbene Summe auch wirklich ausgezahlt wird. Prüfe deshalb, ob die Prämie echt fest ist.
Wann das Geld kommt und welche Risiken es gibt
Manche Dienstleister zahlen die Prämie kurz nach der Anmeldung aus. Die meisten zahlen erst nach einigen Monaten.
Der Anbieter sollte einen klar festgelegten Auszahlungszeitpunkt nennen. Ungenaue Formulierungen solltest du laut Stiftung Warentest nicht akzeptieren.
Manche Anbieter behalten sich in den AGB vor, nichts auszuzahlen, wenn sie keinen Abnehmer für die Quote finden. Laut Stiftung Warentest darf der Anbieter dieses Risiko nicht auf dich abwälzen.
Laufzeit, Verlängerung und Folgejahre
Die Laufzeiten sind unterschiedlich. Manche Verträge gelten ein Jahr, andere zwei oder drei Jahre.
Die Prämienhöhe ist, wenn überhaupt, nur für das erste Jahr garantiert. Für die Jahre danach behalten sich die Anbieter Änderungen vor.
Die Stiftung Warentest rät zu einer Laufzeit von höchstens einem Jahr, weil auch die Registrierung beim Umweltbundesamt für ein Jahr gilt.
Eine automatische Verlängerung sollte ausgeschlossen sein. Besser ist es, wenn dir der Anbieter ein neues Angebot schickt und du die neue Prämie selbst bestätigen musst.
Bei längeren Verträgen solltest du die Kündigungsfrist im Blick behalten. Ein Vertrag über ein Jahr erspart dir die Kündigung, dafür suchst du jedes Jahr neu nach einem Anbieter.
Deinen Fahrzeugschein musst du jedes Jahr neu einreichen. Wird das Auto verkauft, kann für das laufende Jahr nur einer die Quote beantragen: entweder der alte oder der neue Besitzer.
Provision und Gebühren
Dienstleister behalten in der Regel eine Provision ein. Du bekommst den Erlös also nicht in voller Höhe.
So prüfst du ein Angebot
- Lies die AGB und prüfe, ob es eine echte Fixprämie oder eine Flexprämie ist. Bei einer Flexprämie achtest du auf einen garantierten Mindestbetrag.
- Prüfe, ob ein konkreter Auszahlungszeitpunkt genannt ist.
- Suche nach einer Klausel, nach der ohne Abnehmer nichts ausgezahlt wird.
- Notiere dir Laufzeit, Kündigungsfrist und ob sich der Vertrag automatisch verlängert.
- Kläre, ob Provision und Gebühren von der beworbenen Prämie noch abgezogen werden.
- Plane ein, dass du deinen Fahrzeugschein jedes Jahr neu einreichen musst.
Fachquellen
- Stiftung Warentest: THG-Quote: Checkliste für die Anbieterauswahl (2023)
- ADAC: Geld verdienen mit dem E-Auto: So nutzen Sie 2026 die THG-Quote (2026)
- Verbraucherzentrale: THG-Quote: So können Sie mit einem reinen E-Auto Geld verdienen (2026)
- Umweltbundesamt: Vollzug 38. BImSchV: Anrechnung von Strom für Elektrofahrzeuge (2026)
Quellen und redaktionelle Prüfung
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